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Risikomanagement

Risiken sind Teil jedes unternehmerischen Handelns. Für uns ist der bewusste und transparente Umgang mit Risiken ein zentraler Baustein unseres sozial-verantwortlichen Geschäftsmodells. Die ProCredit Bank in Deutschland verfolgt bei ihrem Risikomanagement  – im Einklang mit der Risikostrategie der gesamten
Gruppe – einen konservativen Ansatz.

Zu den Grundprinzipien unserer Bank gehören danach

  • die Konzentration auf unser Kerngeschäft,
  • Transparenz und Einfachheit aller Prozesse und Angebote, außerdem
  • die sorgfältige Personalauswahl in Verbindung mit intensivem Training.

Dass die ProCredit Bank bestimmte Geschäftsfelder gar nicht bearbeitet, folgt bereits aus unserem Selbstverständnis. So ist der Handel von Devisen und Wertpapieren allen ProCredit Banken ausdrücklich verboten, soweit er nicht für die Deckung von Kundenaufträgen, zur Liquiditätsbewirtschaftung oder zur Absicherung von Währungsrisiken erforderlich ist. Ebenso sind spekulative Investitionen nicht Teil unseres Geschäftsmodells.

Unsere Strategie für das Risikomanagement setzt im Einzelnen diese Schwerpunkte:

RisikoMaßnahmen des Risikomanagements
Kreditrisiko Diversifikation über verschiedene Länder bei gleichzeitiger Limitierung des Länderrisikos; Fokussierung auf mittelgroße Unternehmen, die Kunden der ProCredit Banken in Bulgarien, Rumänien oder Serbien sind
Kontrahenten-/Emittentenrisiko Vermeiden von Risiken bei Banken/Emittenten von Wertpapieren durch Ausschluss bei Rating unter AA-
Länderrisiko Diversifikation und Begrenzung auf Länder der ProCredit Gruppe, deren Risiko als gut eingeschätzt werden kann; Rating (i. d. R. Fitch Country Ceiling) von mindestens BB- als Voraussetzung
Liquiditätsrisiko Minimierung durch Definition sehr konservativer Stresstests und Halten einer ausreichenden Liquiditätsreserve auch für „worst case“-Szenarien
Währungsrisiko Risikovermeidung durch Verbot von Risikopositionen
Zinsrisiko sehr enge Limitierung
Operationelles Risiko Fokus auf Qualität und Training der Mitarbeiter; Qualität der Systeme und Prozesse sowie ihrer Dokumentation
Geldwäsche Strikte Umsetzung internationaler „best practice“ zur Vermeidung von Geldwäsche; Unterstützung der Prozesse durch geeignete Spezialsoftware; Problembewusstsein der Mitarbeiter dank intensiver Schulung

Compliance und Anti-Geldwäsche

Eine ganze Reihe teils illegaler, teils fragwürdiger Praktiken der Finanzbranche hat das Thema Compliance in jüngerer Zeit verstärkt in die Diskussion gebracht. Als Teil der international tätigen ProCredit Bankengruppe sehen wir uns in besonderem Maße dafür verantwortlich, die internationalen Anstrengungen zur Bekämpfung von Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und sonstigen strafbaren Handlungen zu unterstützen, sämtliche rechtlichen Rahmenbedingungen einzuhalten (Compliance) und interne Verhaltensregeln „zu leben“. Organisatorisch ist die Funktion Compliance bei der ProCredit Bank in der Rechtsabteilung angesiedelt.

Die ProCredit Banken unterliegen weltweit strengen Standards zur Bekämpfung von Geldwäsche und anderen illegalen Praktiken. Zur Verhinderung dieser Aktivitäten verfolgt die ProCredit Gruppe in allen Ländern ein von der ProCredit Holding überwachtes Konzept, das allen gesetzlichen und regulatorischen Anforderungen entspricht. (Dies umfasst unter anderem auch die Empfehlungen der Financial Action Task Force on Money Laundering, FATF, sowie die Empfehlungen und Standards des Baseler Ausschusses für Bankenaufsicht.) Ein spezielles IT-System überwacht Neu- und Bestandskunden sowie laufende Transaktionen. Auffällige Sachverhalte werden regelmäßig dem Vorstand der ProCredit Bank und dem Geldwäschebeauftragten der Gruppe gemeldet.  
 
Weitere Informationen zum Thema Geldwäsche entnehmen Sie bitte der Erklärung über die Einhaltung der Anforderungen zur Bekämpfung der Geldwäsche der ProCredit Holding sowie dem Geschäftsbericht der Gruppe

Vergütung

Da Transparenz zu unseren zentralen Werten gehört, aber auch in Erfüllung der aufsichtsrechtlichen Anforderungen an Vergütungssysteme von Instituten (§ 16 InstitutsVergV i.V.m. Artikel 450 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013), veröffentlichen wir hiermit Informationen zu unserem Vergütungssystem.

Die Vergütung aller Mitarbeiter orientiert sich an den Grundsätzen der ProCredit Gruppe. Die Höhe der Vergütung wird bei Abschluss des Anstellungsvertrages vereinbart und von Fall zu Fall individuell angepasst. Unser Vergütungssystem setzt keine Anreize zum Eingehen von unverhältnismäßigen Risiken. Ebenso setzen wir über das Vergütungssystem keine Anreize für Mitarbeiter mit kontrollierender Funktion, die ihrer Überwachungsfunktion zuwiderlaufen könnten.

Die ProCredit Bank AG zahlt grundsätzlich nur fixe Vergütungsbestandteile. Sonderzahlungen werden nur in Einzelfällen und nach Ermessen des Vorstands geleistet. Diese Zahlungen erfolgen ohne Bindung an quantitative Erfolgsbeiträge des einzelnen Mitarbeiters und ohne Rechtsanspruch für die Zukunft.

Unsere gesamten Personalbezüge einschließlich der Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung und zur Alterssicherung im BVV (Versicherungsverein des Bankgewerbes) lagen im Geschäftsjahr 2016 bei 4 Millionen Euro.

Die Vergütung der Geschäftsführung sowie eventuelle Sonderzahlungen legt der Aufsichtsrat fest. Das Vergütungssystem ist angemessen ausgestaltet. Es bestehen keine Anreize zum Eingehen unverhältnismäßig hoher Risiken. Die Vorstandsmitglieder erhielten 2016 Bezüge (gerundet; einschließlich von Arbeitgeberbeiträgen zur Alterssicherung) von 353.950 Euro.

Der Abgleich unserer Kennzahlen mit den Bestimmungen der InstitutsVergV ergab keinen Hinweis auf eine erforderliche Einstufung als so genanntes bedeutendes Institut. Somit kann die für bedeutende Institute vorgeschriebene separate Risikoanalyse entfallen.

(Stand: Dezember 2016)

Für detailliertere Informationen zum Thema Risikomanagement und Vergütung hat unsere Muttergesellschaft, ProCredit Holding AG & Co. KGaA, einen Offenlegungsbericht (Disclosure Report) gemäß CRR veröffentlicht.